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ABOUT ME

Vom Schach zum Shooter

1976 geboren, fing 1991 im beschaulichen Halle (Westfalen) alles an – allerdings nicht mit einem dröhnenden Motor, sondern mit dem leisen Ticken einer Schachuhr. Als Spitzenreiter im schulischen Schachclub langweilte ich mich zunehmend in stundenlangen Partien und suchte nach einer kreativeren Herausforderung. Der Wendepunkt kam 1992, als ich im Nachmittagsunterricht meine erste Kamera in die Hand nahm. Ich entdeckte, wie Formen, Licht und Perspektive Geschichten erzählen, und verschlang jedes Lehrbuch zur Foto- und Videogestaltung, das ich finden konnte.

Ein Jahr später kam meine zweite Passion dazu: Autozeitschriften. Die Karossen faszinierten mich, die Fotostrecken dagegen wirkten selbst für mein junges Alter amateurhaft. Mein unüberlegter „Müll“-Kommentar an einen Messefotografen brachte mir Ärger ein, aber auch die Einsicht, dass gute Technik auch gekonnt angewendet werden muss. 1996 begannen meine ersten Gehversuche in der Automobilfotografie mit einer einfachen Kompaktkamera – ich dokumentierte die Opel-Tuning-Szene und knipste tausende Bilder von Corsas und Kadetts bis zum Zafira.

 

Die Suche nach dem Werkzeug
Der Weg zum perfekten Equipment war eine jahrelange Materialschlacht. 1998 enttäuschte mich meine erste Canon-Spiegelreflex durch mangelnde Schärfe, was mich zurück zu einfacheren Kameras trieb und mich ab 2002 tief in Photoshop eintauchen ließ. Es folgten Jahre mit wechselnden Systemen, bis ich mit der Sony A7-Serie endlich mein Werkzeug fand. Parallel verlagerte sich mein Fokus endgültig: weg vom Schraubenschlüssel am eigenen Opel Manta B Exklusiv, hin zu professionellem Webdesign und perfekter Inszenierung.

Authentizität statt Blitzlichtgewitter
Seit der Gründung von TuningHunter 2013, was später zu TuningHunters wurde, bin ich konsequent: Ich nutze das Licht, das da ist, oder forme die Karosserie durch gezieltes Lightpainting. Den Blitz meide ich wie der Teufel das Weihwasser – künstliches Geblitze erschlägt für mich die Seele des Designs und macht jedes Auto flach. Meine Methoden sind aufwendiger, aber authentischer. Auch gesundheitliche Rückschläge oder Corona haben mich nicht ausgebremst; ich nutzte die Zeit, um meine Skills autodidaktisch auf ein Level zu heben, das weit über den Standard hinausgeht.

Handwerk statt Algorithmus
Heute sitzen meine Ergebnisse für Automessen, Magazine und Kfz-Betriebe so präzise, dass oft über KI-Generierung oder gekaufte Presets spekuliert wird. Die Wahrheit ist härter: Das ist kein digitaler Zauber, sondern das Resultat aus über 30 Jahren Training und geschärfter Wahrnehmung. Mein Tempo basiert nicht auf Abkürzungen, sondern auf purer Routine. Ich fange den Tuning-Spirit ein, weil ich ihn lebe. Wer einen Knöpfchendrücker sucht, ist hier falsch. Hier zählt das Auge, das den Moment sieht, bevor die Kamera überhaupt auslöst.